Online: 19.03.2018 - ePaper: 20.03.2018

André Köpke vom SV Zernien als "Mensch des Sports" ausgezeichnet

ZoomAls „Mensch des Sports“ zeichnete der Kreissportbundvorsitzende Hans-Jürgen Bosselmann André Köpke vom SV Zernien aus, für sein Engagement beim dortigen Kleinfeldturnier.

rg Hitzacker. In Lüchow-Dannenberg kennt fast jeder Fußballer das "KFT" - das Zerniener Kleinfeld-Turnier: ausgetragen immer am ersten Juli-Wochenende, auf kreisrunden Spielfeldern, zuletzt waren 64 Mannschaften aus ganz Deutschland gemeldet. Ein Riesen-Event - und ein Riesen-Erfolg. Und mit diesem Kleinfeldturnier verbunden ist ein Name: André Köpke. Der junge Mann aus Zernien war es, der das eingestaubte und zwischenzeitlich sogar von der Bildfläche verschwundene Zerniener Dörferturnier auf neue Beine stellte, sich kümmerte, machte und tat - und das KFT zu dem machte, was es heute ist: das größte Lüchow-Dannenberger Fußball-Event, eines der größten Sport-Events der Region - und mittlerweile einfach legendär. Und so wundert es nicht, dass es André Köpke war, der bei der Sportlerwahl-Gala der EJZ, der Sparkasse und des Kreissportbundes als Lüchow-Dannenbergs "Mensch des Sports" ausgezeichnet und dafür mit dem "Heinz-Müller-Preis" geehrt wurde. Als 20. Lüchow-Dannenberger Sportler oder Sportfunktionär nahm der 28-Jährige am Freitagabend die Ehrung aus den Händen des Kreissportbundvorsitzenden Hans-Jürgen Bosselmann entgegen. Und er war dabei sichtlich gerührt.

Mit André Köpke zeichne man eine Persönlichkeit aus, die "Kompetenz, Engagement, Ruhe und Verlässlichkeit" in sich vereine, dazu unermüdlichen Fleiß und große Sorgfalt an den Tag lege und "ein Beispiel und Vorbild für andere" sei, stellte Bosselmann in seiner launigen Laudatio heraus. Ein Sportler, der seinem SV Zernien im Herzen immer treu blieb, auch wenn er zwischenzeitlich einmal in Hannover die Fußballschuhe schnürte, und der sich vor einem Jahr zusätzlich, trotz der Tatsache, dass er in Hannover arbeitet und lebt, als Fußballabteilungsleiter in den Dienst seines Vereins stellte. Doch vor allem das Kleinfeldturnier sei es, das man mit André Köpke in Verbindung bringe - weit über Lüchow-Dannenbergs Kreisgrenzen hinaus.

Das Turnier mit allem, was dazu gehört, also der Bumperball am Freitagabend, das große kulinarische Angebot und nicht zuletzt die ebenfalls schon legendäre Scheunenfete nach dem Kleinfeldturnier, sind in nur wenigen Jahren zu einer Institution geworden, stellte Bosselmann heraus. Lange im Vorfeld seien die Startplätze vergeben, teilweise an Teams, die mehrere hundert Kilometer Anreise in Kauf nehmen. Das Startgeld von 44,99 Euro je Mannschaft ist längst überwiesen, und die Zuschauer - mehrere hundert - würden sich wie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf das Event freuen. Und man lasse sich immer wieder etwas Neues einfallen, so etwa im vergangenen Jahr die Teilnahme von TV-Moderator und Comedian Oliver Pocher, oder in diesem Jahr die Einladung von Fußballlegende Mario Basler. "Ein Fußballer, der wie kein anderer für den Fußball steht, wie wir ihn lieben", sagte André Köpke. Dieses Konzept und die tolle Organisation haben das Zerniener KFT auch wirtschaftlich zu einem echten Erfolg gemacht, das Geld in die Kasse eines Fördervereins spült, der mit diesen Mitteln vor allem die gute Arbeit des SV Zerniens unterstützt. Doch nicht ausschließlich: Auch andere Zerniener Institutionen, etwa die Grundschule, wurden schon mit Spenden bedacht.

In diesem Jahr soll das KFT noch einmal wachsen, verriet Köpke. Auch, weil es durchaus sein könne, dass am KFT-Wochenende eine Viertelfinalpartie der Fußballweltmeisterschaft mit deutscher Beteiligung anstehen könnte. "Dann nämlich, wenn Deutschland Gruppenerster werden sollte und es ins Viertelfinale schaffte", rechnete Köpke vor. "Dann würden wir das Turnier für das Spiel unterbrechen und die Partie übertragen." 2000 Leute könnten dann dabei sein, schätzt Köpke.↔

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