Online: 05.10.2017 - ePaper: 06.10.2017

Zu nah am Gewerbegebiet

Betrifft: Leserbrief "Wunsch nach guten Lebensklima" von Alexandra Leist und Sabine Scheffold, EJZ vom 16. September

Der Leserbrief gibt Anlass zur Verwunderung. Es ist richtig, dass Herr Müller von Ceratizit im Verdo eine Aussage des Lüftungsbauers zur bestehenden Lüftungsanlage für August für möglich hielt. Aber warum eigentlich? Die laufende Anlage ist genehmigungsgemäß gebaut und wird bestimmungsgemäß betrieben. Für den bei Ceratizit praktizierten Betrieb ist diese Anlage nicht zu laut. Wo ist das Problem? Das sehen nur die zukünftigen Nachbarn.

Auch ist nicht die geplante Bebauung der Dorfsiedlung das primäre Problem, vielmehr ergeben sich die potenziellen Probleme aus der zukünftigen Anwesenheit der neuen Einwohner und der direkten Nachbarschaft zum seit langem bestehenden Gewerbegebiet. Sie schreiben, es gibt eine Arbeitsgruppe, die die Nachbarn informieren soll. Auch soll ein(e) vom Land finanzierte(r) Mitarbeiter(in) hierfür eingestellt worden sein. Wen informieren diese Leute? Den Einwohnern in Hitzacker-Süd oder den Betrieben auf dem Räsenberg sind diese Menschen unbekannt und bis auf ein Flugblatt, welches an einige wenige Haushalte verteilt wurde, fehlt es an verbindlichen Informationen. Es könnte ja sein, dass der Kontakt zu Nachbarn gesucht wurde, gefunden wurde er nicht.

Die Genossen nehmen für sich gern Tugenden wie Toleranz, Lösungsorientiertheit oder Konfliktlösungsorientierung in Anspruch. Dazu ein persönliches Erlebnis: Zur Kulturellen Landpartie wurde ein Gästebuch auf dem Dorfgrundstück ausgelegt. Ich schrieb dort meine Befürchtungen bezüglich eines möglichen Arbeitsplatzabbaus ein. Weitere Bürger teilten meine Meinung. Mir wurde daraufhin ein Platzverweis erteilt, die Begründung hierfür lautete, dass dort nur Menschen erwünscht sind, die dem Dorf gegenüber positiv eingestellt sind. Auf dem Räsenberg arbeiten mehr als 200 Menschen, Tendenz steigend. Alle diese Menschen benötigen bestmögliche Sicherheit für ihre Arbeitsplätze. Für den Erhalt dieser Arbeitsplätze arbeiten die Inhaber und das Management der Betriebe. Auch diese wünschen sich bestmögliche Zukunftsperspektiven ohne Störeinflüsse für eine positive Zukunft mit guten Arbeitsplätzen.

↔Ralf Prahler,

↔Karwitz

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