Online: 03.11.2017 - ePaper: 04.11.2017

Die Mühe nicht Wert

Betrifft: "Tafel misst Tempo" (EJZ vom 1. November)

Im Beitrag sind leider einige Dinge durcheinandergeraten, die ich gerne richtig einordnen möchte. Die beantragte 30-km-Zone in Höhe des Seniorenwohnheims an der Hahnenbergerstraße wurde vom Landkreis genehmigt. Die Ausführung wurden jedoch vom Ministerium in Hannover untersagt. Da die Argumentation für das Verbot bei uns in Gartow wie auch in fünf weiteren Fällen im Kreis eher fadenscheinig war, hat Landrat Jürgen Schulz Widerspruch eingelegt, der jedoch bis jetzt unbeantwortet blieb.

Das vom Land Niedersachsen ausgeschriebene Modellprojekt wollten wir nutzen, um die Ortsdurchfahrt in der Hauptstraße für den Schwerlastverkehr unattraktiv zu machen. Die zwingenden Kriterien für die Teilnahme am Modellprojekt spiegeln jedoch exakt diejenigen wider, die ohnehin schon gelten für die Beantragung einer 30-km-Zone (Überschreitung von Immissionsgrenzwerten für Luft und Lärm sowie Unfallschwerpunkt). Unsere Gartower Probleme, die Enge der Ortsdurchfahrt, der für Schwerlastverkehr ungeeignete Untergrund, dessen Schwingungen zunehmend Schäden an den Häusern verursachen, kämen bestenfalls nachrangig zum Tragen.

Unter einem "Modellprojekt" verstehe ich nicht die Wiederholung ohnehin bereits bestehender Kriterien für die Anordnung einer 30-km-Zone, sondern den Versuch alternative, ebenfalls belastende Faktoren als Voraussetzung zu definieren. Könnten wir die Kriterien Immission und Unfallschwerpunkt erfüllen, hätte Gartows Hauptstraße längst die 30-km-Zone. Weitere "Garnitur" zu liefern, ist die Mühe nicht wert, da dies nicht zum Erfolg führt. Deshalb hat sich der Gemeinderat dafür ausgesprochen, keinen Antrag auf Projektteilnahme zu stellen und einen offenen Brief an das Niedersächsische Verkehrsministerium zu schreiben, der die Ungereimtheiten des Projekts thematisiert.

↔Magda Geldmacher,

↔Bürgermeisterin der

↔Gemeinde Gartow

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