Online: 10.11.2017 - ePaper: 11.11.2017

So eine Art "Jurassic-Park"

Betrifft: Jagdschloss Göhrde

Als jemand, der die Region mit vielen anderen bekannter machen möchte und vermarktet und inzwischen auch täglich durch die Göhrde fährt, kam mir neulich eine Idee: Alte Gemäuer, wie etwa das Jagdschloss, haben durchaus ihren Charme. Und trotz eines "Wehret den Anfängen", eines sicher nicht guten Gebäudezustandes, jahrelangen Leerstandes oder bestenfalls sporadischer Nutzung dieses ehrwürdigen Schlosses, das übrigens ziemlich genau sein 300. Jubiläum feiert, könnte das Gesamtensemble mit Schloss, angrenzenden Gebäuden, verfallenem Hotel, Museum, Naturlandschaften, Försterfriedhof, Vin-tage-Flohmärkten und darin stattfindenden Führungen (zum Beispiel Wölfe) im angrenzenden Hotel und in der Bildungsstätte als eine Art "Jurassic-Park" oder Nekropolis vermarktet werden. Damit ist nicht die Käseglocke und Konservierung des Vermeidbaren, sondern eine behutsame Weiterentwicklung des Faktischen gemeint.

Es ist nun einmal so, dass Mensch, Tier, Natur und auch von Menschenhand geschaffene Gebäude einer Veränderung unterworfen sind. Der Tod ist mit dem Namen Göhrde in vielfältiger Weise verbunden (Verkehrsunfälle, Jagd, Göhrdemörder oder auch die Nachstellung der Göhrdeschlacht). Insofern könnte ein Name Programm sein. Gehört doch das Eine zum Anderen, gerade in diesen Novembertagen immer wieder schmerzhaft erinnert und gelebt.

↔Markus Dauber

↔Dannenberg/Dahlenburg

^ Seitenanfang