Online: 24.11.2017 - ePaper: 25.11.2017

Insgesamt gut unterhalten

Betrifft: Artikel "Italienisches verdeutscht" (EJZ vom 14. November)

Offensichtlich und durch Beifall offenhörbar hatte sich das Publikum ins Verdo begeben, um sich unterhalten zu lassen. Der Anspruch an einen Abend wie in der Staatsoper oder der Royal Albert Hall bestand eher nicht. Götz Alsmann hat in keiner Weise den Versuch gemacht, im Landkreis Lüchow-Dannenberg eine Darbietung auf dem Niveau eines Luciano Pavarotti oder eines Gilbert Becaud anzubieten, noch hat seine Band das Format der Berliner Philharmoniker vortäuschen wollen. Die Band war verdammt gut.

Und die ungefällige Übersetzung des "Nel blu dipinto di blu"? Wer bitte spricht im Publikum so gut italienisch, dass es beklagenswert bemerkt werden muss? Hat etwa seine bemäkelte Haartolle die Darbietungen beeinträchtigt? Ich habe es nicht bemerkt. Es ist halt sein äußeres Wiedererkennungszeichen. In seiner Rolle als Conférencier hätte er sich allerdings gern mitunter etwas souveräner ausdrücken und sich so diese und jene Plattheit ersparen dürfen. Trotzdem insgesamt gut. Das Publikum hat entsprechend "geantwortet" mit begeistertem Applaus als Dank für den heiteren Abend. Mehr wollte auch ich nicht. Die Erwartungen wurden also erfüllt. Wer mit anderen Erwartungen in diese Veranstaltung gegangen ist, muss nun nicht nörgeln.

Frauke Opitz, Gohlau

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