Online: 08.12.2017 - ePaper: 09.12.2017

Kein Schutz der eigenen Lebensgrundlagen

Betrifft: Kommentar "Falsche Frage gestellt" von Werner Kolbe zu Glyphosat (EJZ vom 28. November)

Werner Kolbe bringt es auf den Punkt: Die dringend notwendige Abkehr vom Prinzip Profitmaximierung zugunsten Vorsorge und Nachhaltigkeit wird wieder einmal verschoben. Dieser Alleingang des Noch-Landwirtschaftsministers ist typisch für diesen unbelehrbaren CSU-Minister, undemokratisch und verstößt außerdem gegen die Geschäftsordnung des Bundestages. Ich vermute, dass dies eher dazu dient, für einen nicht mehr zu verantwortenden Minister einen hochdotierten Posten in der Industrie zu schaffen. Kennen wir diese Vorgehensweise nicht schon? Diese Parteien mit dem "C" für "christlich" in ihrem Namen scheren sich einen Dreck um die Bewahrung der Schöpfung. Im Interesse der Industrie-lobby steuert unsere politische Führung den Zug "BRD" mit vollem Tempo in den Abgrund. Klimawandel: egal. Kohleausstieg: nicht mit uns. Ob Insektensterben oder Bodendegradation: Wir sind generell unschuldig. Wenn andere Länder dann plötzlich ihre knapper werdenden Ressourcen selbst nutzen wollen (zum Beispiel China die Seltenen Erden), ist das eine Unverschämtheit. Schließlich haben doch wir per se ein Recht darauf, alles zu verballern, was dieser nette Planet bietet. Die Frage "Warum die Sache schief geht" - gleichlautender Buchtitel von K. Duve - kann mal wieder eindeutig beantwortet werden: Egoisten, Hohlköpfe und Psychopathen ruinieren die Zukunft der Menschheit. Homo sapiens sapiens? Leider insgesamt viel zu dämlich für den Schutz der eigenen Lebensgrundlagen.

↔Detlef Kober,

↔ Riebrau

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