Online: 08.12.2017 - ePaper: 09.12.2017

Gefahrenstelle in Sallahn nicht entschärft

Betrifft: Falsch aufgestellter Blitzer in Sallahn

Wie von der EJZ berichtet, scheint unser Einsatz für die Verkehrssicherheit endlich Erfolg gehabt zu haben: An der Sallahner Kreisstraßenkreuzung steht neuerdings ein Blitzer. Dort, aus Lüchow Richtung Pudripp kommend, wurde er hinter (!) der unfallträchtigen Stelle in der auslaufenden Tempo-50-Zone aufgestellt. Also in der Kurve auf Höhe der Einbiegung Sallahn, wo die Schnellfahrer die gefährlichste Stelle bereits passiert haben. Damit entschärft er weder die Kreuzung, noch vermindert er die Gefährdung an der Abbiegung nach Sallahn. Wer dort in die Falle rast, macht die Überquerung der Straße nach wie vor zu einem Risiko. Schnellfahrer sehen dort Kinder und andere Verkehrsteilnehmer ebenso spät wie den Blitzer. Von den aus der Gegenrichtung kommenden Fahrzeugen ist gar nicht die Rede. Wie kommt es zu solchen Entscheidungen? Führen etwa die zurückgehenden Einnahmen durch Geschwindigkeitssünder zu Bewusstseinstrübungen? Jeder, der sich die Kreuzung ansieht, begreift sofort, dass dieser Blitzer die größere Gefahrenstelle nicht entschärft, sondern nur Einnahmen bringen soll. Dazu hätte er auch stehenbleiben können, wo er vorher war. Auf jeden Fall festigt sich der Eindruck, dass es bei den Blitzern nicht um Verkehrs-sicherheit, sondern um Geld für den Kreishaushalt geht. Es ist nicht das erste Mal, dass solche Anlagen bei uns an ungeeigneten oder unsinnigen Standorten installiert werden. Bei derartigen Entscheidungen bleibt mir nur noch, ein Gedicht des Freiheitsdichters Ernst Moritz Arndt abzuwandeln: "Der Gott, der Eisen wachsen ließ, schuf Blitzer und auch Schilder, doch heute macht er das nicht mehr, beim Kreis tut's jetzt ein Wilder".

Johann Fritsch, Klein Witzeetze

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