Online: 11.12.2017 - ePaper: 12.12.2017

Nach uns die Sintflut?

Betrifft: Schwach ausgeprägtes Umweltbewusstsein von Schülern

Wenn man von der Clenzer Drawehnschule durch die Wiesen zum Edeka-Markt geht, kann man einen Eindruck gewinnen, wie es um den Gemeinsinn eines Teiles der Schüler bestellt ist. Auf beiden Seiten des Weges liegt wie gesät der Verpackungsmüll dessen, was die Schüler konsumiert haben.

Mal abgesehen von dem ästhetischen Aspekt, ist diese Vermüllung ein Symbol für eine Haltung von Schülern, die kaum noch Verantwortung der Allgemeinheit und der Natur gegenüber verspüren.

Wo liegen die Ursachen dafür? In den Elternhäusern, der Schule? Und macht unsere Gesellschaft es diesen jungen Menschen nicht vor, indem wir sehr oft nach dem Motto handeln: "Nach uns die Sintflut"? Fakt ist, dass die Verantwortlichen der Schule von dem Übel wissen.

Aber mehr als ein Schulterzucken war bis jetzt nicht zu registrieren nach dem Motto: "Ist schon traurig, aber wir können auch nichts machen." Die Gemeinde hat versucht, mit dem Aufhängen von Papierkörben den Schülern die Möglichkeit der verantwortungsbewussten Müll-entsorgung zu eröffnen. Das endete damit, dass die Papierkörbe dem Vandalismus zum Opfer fielen und selbst zum Müll wurden.

Wenn man sich vorstellt, dass diese Schüler die nachrückende Generation sind, die einmal Verantwortung für das Schicksal des Gemeinwesens übernehmen sollen, kann einem angst und bange werden.

Da bleibt nur die Hoffnung, dass es einen ausreichend großen Teil von Heranwachsenden gibt, die anders ticken und dagegen halten können.

Wolfgang Eisenberg, Bösen

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