Online: 15.12.2017 - ePaper: 16.12.2017

Alte Lkw-Navis?

Betrifft: Artikel "Lüchow hält die Luft an" (EJZ 14. November)

Wenn unsere Vertreter von Politik und Verwaltung sich "überrascht und alarmiert" zeigen, dann fragt man sich: Wo sind diese, wenn es darum geht, mal in der Langen Straße in Lüchow einen Kaffee zu trinken? Offensichtlich haben sie das nie getan, denn sonst wüssten sie, welche furchtbare Luft den Gästen von Straßencafés zugemutet wird. Das alles nur, weil man nicht den Mumm hatte, diese Straße in eine Einbahnstraße umzuwandeln. Was in anderen Städten seit Jahren gut läuft - siehe das Beispiel in Dannenberg - ist in Lüchow nicht möglich, obwohl die Gegebenheiten geradezu danach schreien. Warum? Ist es so, weil Geschäftsleute fürchten, durchfahrende Reisende würden in ihren Geschäften nichts käuflich erwerben (was sie sowieso nicht täten, so Lüchow nicht gerade ihr Endziel ist), oder ist es, weil Anwohner paralleler Straßen sich gestört fühlen könnten. Und die 40-Tonner Lkw, die dort gerne mal per Führerhaus Schaufensterbummel machen, in Dannenberg sah ich nie ein derartiges Fahrzeug. Sind Lkw-Navis so veraltet, dass sie die schicke Ortsumgehung von Lüchow nicht kennen? Das kann man nur vermuten. Wer die Lange Straße in Lüchow kennt und nutzt, der braucht kein Gutachten, ob dort zuviel Stickoxide oder Kohlendioxid herumwabern, das dürfte jedem bekannt sein, da durch dem Umbau dort mehr mit laufendem Motor gestanden als gefahren wird (Fußgängerüberwege an unsinnigen Stellen sowie beruhigende Einengungen der Fahrbahn).

Mir und meinen Gästen ist es seit Jahren jedenfalls völlig unverständlich, wie eine Verkehrssituation so derartig ungeschickt gelöst werden konnte. Ich für meinen Teil habe beschlossen, keinen Kaffee mehr an dieser Meile zu trinken und auch mit meinem Rad nutze ich - soweit möglich - alternative Wege in der Stadt.

Beate Schwarz, Lüchow

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