Online: 15.12.2017 - ePaper: 16.12.2017

Kritik am Umgang mit Steuergeld

Betrifft: Leserbrief "Hassartikel" von Herrn Rolf Liebeneiner (EJZ vom 9. Dezember)

Als Leserbriefschreiber rechne ich damit, dass es zu meinen Äußerungen auch gegensätzliche Meinungen gibt. Das ist gut so und gelebte Demokratie. Ich darf aber davon ausgehen, dass meine Briefe gelesen, verstanden und nicht ins Gegenteil verkehrt oder dass mir falsche Äußerungen unterstellt werden, wie das Herr Liebeneiner aus Weitsche tut.

Ich bin in meinen Leserbriefen zum Thema Wilhelm von Gottberg mit keiner Silbe auf Herrn Dr. med. von Gottberg eingegangen, den ich in unserer Kirchengemeinde als integren und sympathischen Menschen kennen- und schätzen gelernt habe. Auch bin ich froh, dass Dr. von Gottberg die ärztliche Versorgung in Schnega sicherstellt. Meine Leserbriefe bezogen sich stets auf damals aktuelle Ereignisse im Zusammenhang mit der Tätigkeit des ehemaligen Bürgermeisters Wilhelm von Gottberg (sen.) und dessen individueller Auslegung der Verwaltungsverfahren im Umgang mit Steuergeldern - Sachverhalte, die letztlich auch von der Aufsichtsbehörde festgestellt wurden.

Meine Äußerungen waren auch nicht "hasserfüllt", sondern kritisch und häufig auch belustigt. Hass darf es in politischen Auseinandersetzungen nie geben, da wir sonst Gefahr laufen, den demokratischen Boden des Grundgesetzes zu verlassen. Das wäre ein Rückfall in die deutsche Vergangenheit, in der Menschen anderer Herkunft, anderer Hautfarbe und anderer Meinung in Konzentrationslagern umgebracht wurden und gedruckte freie Meinung öffentlich verbrannt wurde. Das wollen wir hoffentlich alle nicht mehr, egal, mit welcher zugelassenen Partei wir sympathisieren.

Noch ein Wort zum "Wadenbeißer": Um in eine Wade zu beißen, müsste man sich sehr tief bücken - diese Art der Unterwerfung wurde doch mit der Leibeigenschaft aufgegeben - oder gibt es da neue Bestrebungen der AfD?

Jörg Ehreke,

Lütenthien

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