Online: 15.12.2017 - ePaper: 16.12.2017

Fragend ratlos

Betrifft: Editorial von Thomas Janssen (EJZ vom 11. Dezember)

Mit seinem Kommentar zu den "ganz besonders hoch singenden" Kritikern der ehemaligen Vorsitzenden des Kulturrings lässt mich der Autor mal wieder fragend ratlos. Warum die Kritik im Sopran vorgetragen wurde, lasse ich mal dahingestellt. Aber was ist eine "geschichtsblinde Art"? Vielleicht eine Unterabteilung der Maulwürfe? Wer ist dieser "Zeitgeist", der nicht wissen will, dass der Nationalsozialismus "eine deutsche Ausprägung des Faschismus" war? Bin ihm noch nicht begegnet. Stimmt es wirklich, dass die "braunen Umtriebe… längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind"? Und welcher Drogenkonsument halluziniert die Antifa wohin?

Da purzeln in Schachtelsätzen Subjekt, Objekt und Prädikat, er, sie und es so heillos durcheinander, dass am Ende die "Vehemenz" zum Plural wird und zu "Blockwarten, wahlweise Tschekisten in spe". Will der Autor vielleicht seine bestimmt tolerabele Gesinnung hinter nicht mehr tolerabeler Grammatik verstecken?

Kai Hermann,

Jasebeck

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