Online: 22.12.2017 - ePaper: 23.12.2017

Getreidepreis gering dank Glyphosat

Betrifft: Glyphosat - einmal von der anderen Seite

Die richtige Anwendung von dem Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat sichert in hohem Maße der Ertrag. Er senkt damit auch den Weltmarkt-Getreidepreis in nicht unerheblichen Maße. Ein Nichteinsatz von Glyphosat würde zu einem erheblichen Preisruck nach oben auf dem Weltgetreidemarkt führen. Das werden vor allem die Armen dieser Welt zu spüren bekommen. Denn der Preisanstieg wird nicht proportional sein. Ein katastrophaler Preissprung ist möglich. Vor allem beim Maismehl und damit dem Brot der Armen.

Ich war Ende September 1974 in Chicago. Da gab es einen Frosteinbruch, der zu einer Maismissernte führen musste. Der Maispreis an der Börse stieg sofort überproportional. Das war in Chicago nichts Neues. Aber dass die Spenden für die Welthungerhilfe auch sofort weltweit zurückgingen, beherrschte die Presse. Wenn sich so etwas wegen geringerer Getreideernten wiederholt, wird es heute den Tod für Millionen armer Menschen bedeuten. Und das in erster Lienie nur, weil in Deutschland gegen ein Pflanzenschutzmittel polemisiert wird. Nein, Getreide ist keine Ware wie jede andere. Sein Preis ist ganz gewiss kein gutes Instrument billiger Partei-und Personalpolitik.

Hans-August Maatsch,

Gümse

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