Online: 22.12.2017 - ePaper: 23.12.2017

Reißerische Impf-Recherche

Betrifft: Artikel "Bühne frei für Impfkritiker" (EJZ vom 18. Dezember)

Der Artikel des Redakteurs Piel könnte als Muster gelten für eine Bewerbung bei der "Bild"-Redaktion. Reißerischer Titel mit blickfangendem Foto, schlechte Recherche und tendenziöse Aussage: Alle Kriterien erfüllt. Herr Piel macht sich Sorgen um die "Impfmüdigkeit" im Landkreis und stellt die Frage, ob die Behörden diese sogar unterstützen, indem sie eine solche Veranstaltung in öffentlichen Räumen nicht einfach verbieten. Impfmüdigkeit - dieses Wort suggeriert Desinteresse und Passivität. Wäre Herr Piel im Rahmen einer seriösen Recherche auf der von mir organisierten Veranstaltung anwesend gewesen, hätte er bemerkt, dass die vielen Teilnehmer alles andere als müde und passiv waren. Das waren Eltern, die sich auch um mögliche Nebenwirkungen der ja angeblich so segensreichen "Schutz"-impfungen inklusive des unverzichtbaren Zusatzstoffes Aluminium Sorgen machen. Eltern, die sich nicht nur von Mainstream-Informationen einlullen lassen. Passiv und desinteressiert finde ich eher schon solche Eltern, die sich vor der "Schutz"impfung ihrer Kinder nicht mal die Mühe machen, die Beipackzettel zu lesen. Auch hätte Herr Piel dort erfahren können, dass seine Behauptung, ungeimpfte Kinder seien eine Gefahr für die allgemeine Gesundheit, unsinnig ist. Wegen der Kürze der Zeit möchte ich hier nicht weiter die zahlreichen Bedenken gegen "Schutz"-impfungen vorbringen.

Herrn Piel sei Folgendes in sein journalistisches Stammbuch geschrieben: Wir haben (noch) ein Grundgesetz, in dem sowohl die körperliche Unversehrtheit als auch die Meinungsfreiheit als hohes Gut geschützt sind. Noch ist jede unfreiwillige Impfung nicht nur eine Körper-, sondern auch eine Grundgesetzverletzung. Und noch gibt es Behörden, die auch die Meinungsfreiheit schützen, solange diese nicht gegen das Grundgesetz verstößt. Meine Absicht mit der Organisation war es, mit dazu beizutragen, dass auch noch zukünftig Eltern frei entscheiden können, ob sie ihre Kinder impfen lassen oder nicht. Nach Lektüre dieses Artikels hat sich meine Meinung nur bestärkt, denn jetzt sorge ich mich nicht nur um das Recht auf körperliche Unversehrtheit, sondern auch um das der Meinungsfreiheit. Wo soll das enden, wenn denn schon ein Redakteur einer Lokalzeitung Behörden nötigt, es mit unserem Grundgesetz nicht so ernst zu nehmen? Solange Menschen wie Herr Piel "nur" bei einer Zeitung arbeiten und nicht in einer Regierung, werde ich weiter solche Veranstaltungen, gern auch mit Herrn Graf, in Lüchow-Dannenberg organisieren. Natürlich ohne Gewinnabsichten, denn bei solchen Veranstaltungen machen sich Sponsoren erfahrungsgemäß doch eher rar.

Herbert Waltke, Jameln

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