Online: 22.12.2017 - ePaper: 23.12.2017

Kein Bedauern

Betrifft: Kein Schadensersatz nach einem Sturz

Vor einigen Wochen bin ich auf dem Wochenmarkt in Dannenberg gestürzt. Eine Eisenplatte, die dort befestigt ist, war lose. Bei diesem Sturz habe ich was an der rechten Hand gebrochen. Ich bin mit meinem Mann zum Ordnungsamt gegangen, um das anzuzeigen. Ein Herr hörte sich dort meine Beschwerde an. Erklärte mir, das sei kein Grund, sich so darüber aufzuregen. Meine verschmutzten Sachen würde er mir nicht waschen, und eine Reinigung würde das Amt auch nicht bezahlen. Am anderen Vormittag, als die Hand schon in Gips war, habe ich dem Herrn in der Verwaltung das gezeigt. Ich bekam zur Antwort, dass man eben auch auf einen Bürgersteig öfter mal nach unten schauen solle. Erhöhungen oder Unebenheiten von acht Zentimetern seien normal. Es gab keine Entschuldigung, auch kein Bedauern.

Ein paar Tage später bekam ich noch einen etwas unfreundlichen, aussagekräftigen Bescheid mit dem Hinweis, besser auf den Straßen und Bürgersteigen achtzugeben. Diesen Leserbrief möchte ich aber auch nutzen, um mich bei all denen zu bedanken, die sofort Hilfe geleistet haben, vor allen bei den Marktbeschickern, die sofort mit Kisten und Decken bei mir waren. So viel Hilfe hätte ich nicht erwartet, ich war gerührt. Das war auch bei einem vorangegangenen Sturz so. Ich danke all den freundlichen Helfern.

Christel Rudorff, Groß Heide

Anmerkung der Redaktion: Die Samtgemeinde-Verwaltung in Dannenberg weist die Vorwürfe an sie zurück. Der Verwaltungsfachmann habe der verunfallten Frau deutlich gemacht, dass diese angesichts der Sach- und Rechtslage keinen Anspruch auf den von ihr geltend gemachten Schadensersatz habe. Das sei ihr auch schriftlich mitgeteilt worden.

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