Online: 02.01.2018 - ePaper: 03.01.2018

Schule wichtig

Betrifft: Leserbrief "Streit um Schule" von Konstanze Hahn (EJZ vom 2. Dezember)

Erstaunt habe ich gelesen, dass die Schreiberin zwei Tage überlegt hat, wo sie wohnt. Ein Blick in den Straßenatlas hätte ihr bei der Orientierung sehr geholfen. Sie sollte Schilda einmal in der Nähe der Nexdorfer Heide - grobe Ausrichtung "Nemitzer Heide" - suchen. Aber ganz im Gegensatz zu Frau Hahn sehe ich in dem Vorhaben keinen Ansatz zu einem Schildbürgerstreich. Zur Geschichte um die Arztpraxis habe ich mich bereits einmal zu Wort gemeldet. Aber wenn Frau Hahn "um so manchen Arzt gewusst hat" (meine Interpretation ihrer Bemerkung), warum hat sie solches Wissen dann nicht an den Gemeinderat weitergegeben?

Zurück zur Schule: Wer hat denn den Mut gehabt, sich zu einem Trägerverein zusammenzuschließen, um die Schule wieder zu beleben, die wir doch alle außer der Unterschriftskampagne still haben untergehen lassen? Warum schieben wir alles immer auf andere, statt uns an die eigene Nase zu fassen? Und ja, ich bin davon überzeugt, dass jene Lichter in Schnega alles so nach und nach sterben lassen, was Leben ausmacht, ohne Eigeninitiative zu ergreifen. Statt zu meckern sollten wir darüber nachdenken, was jeder von uns - bei gutem Willen - tun kann, um eine lebendige Gemeinde zu werden. Wenn wir junge Familien nach Schnega bekommen wollen, gehört dazu auch ganz wesentlich eine Grundschule - so wie ein Arzt, eine Kirche, ein Kindergarten, ein Lebensmittelladen, eine Tankstelle, Auto- und Landmaschinenwerkstätten und die Läden und Betriebe, die leider schon verwaist sind.

Monika Lauenburg, Göhr

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