Online: 12.01.2018 - ePaper: 13.01.2018

Entschuldigung für viele Diffamierungen

Betrifft: Leserbrief "Familienpolitik in Schnega" von Jobst Quis (EJZ vom 2. Dezember)

Der Leserbrief "Familienpolitik" strotzt nur so von Diffamierungen. Auch Herr Quis sieht sich genötigt, erst noch einmal die Arztpraxis vorzuschieben. Ich möchte mich für die vielen Diffamierungen entschuldigen, denen Herr Dr. von Gottberg und seine Familie immer noch ausgesetzt sind. Ich schäme mich für die, die das tun. Es scheint ein tolles Ventil zu sein für die Wut, die in diesen Menschen auf Wilhelm von Gottberg kocht. Das ist in meinen Augen billig und schäbig. Diffamiert wird in diesem Leserbrief auch der Gemeinderat. Tatbestand ist, dass die Damen und Herren dieses Gremiums in geheimer und freier Wahl als Vertreter der Bürger gewählt wurden. Diesem Gemeinderat traut Herr Quis eine eigenverantwortete Entscheidung nicht zu. Er interpretiert ein Einknicken vor Wilhelm von Gottberg hinein, weil trotz einer langen Auseinandersetzung die Entscheidung "pro" und nicht "contra" war - mit einer Ausnahme. Für mich wird aber in diesem langen Prozess der Entscheidungsfindung deutlich, dass es sich der Gemeinderat nicht leicht gemacht hat.

Dann schließt Herr Quis daraus, dass der Kirchenkreis die "angeblich evangelische Ausrichtung nicht (finanziell - meine Interpretation) unterstützt, "es sich wohl eher um eine Sekte handelt". Und was ist eventuell mit einer ideellen Unterstützung? Kein Wort dazu. Darüber hinaus wüsste ich gern, woher bezieht er sein Wissen? Ungeachtet dessen finde ich seinen Rückschluss einfach nur infam, wenn nicht gar boshaft. Das trifft ebenso für seine Unterstellung zu, "dass es Befürchtungen gibt" (wer ist dieses "Es" - hier fehlen Ross und Reiter), dass diese Schule besonders von rechten Kreisen genutzt werden würde. Er geht so weit zu schreiben, "dass sich ungeäußerte Absichten" - für ihn wohl "leider" - nicht beweisen lassen." Der wiederholte Hinweis auf Wilhelm von Gottberg zeigt, dass Herr Quis alles, was von Gottberg heißt oder ist, in eine Schublade packt. In diesem Fall trifft es die Schwiegertochter, aber mit ihr auch alle, die sich für die Schule einsetzen.

Wenn Herr Quis mit der Parteizugehörigkeit und auch der Einstellung von Wilhelm von Gottberg Schwierigkeiten hat, kann ich das gut einordnen. Aber wie wäre es dann einmal mit einem Gespräch mit ihm? Auch ich bin kein Freund der AfD, und einige seiner Äußerungen erfüllen mich auch mit großer Besorgnis. Aber das weiß er auch. Nun zum letzten Punkt. Bis zur Anerkennung durch das Land ist die Schule auf Spenden wie zum Beispiel die mietfreie Nutzung der Klassenräume angewiesen. Danach kann und sollte man über Manches neu nachdenken, denn mit der Anerkennung sind auch Zuschüsse verbunden. Aber unabhängig davon denke ich, dass es kein verschenktes Kapital ist, was für die Förderung und Bildung von Kindern eingesetzt wird.

Monika Lauenburg, Göhr

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