Online: 02.03.2018 - ePaper: 03.03.2018

Wo bleibt die Gerechtigkeit?

Betrifft: Artikel "Wohltat oder Untat" (EJZ vom 14. Februar)

Danke für den ausführlichen Bericht über den Skandal bei Billerbeck. Denn ein Skandal ist es wirklich, was jener Landwirt dort vorgeführt hat. Alle Welt hat das Bienensterben und den Rückgang der Artenvielfalt zur Kenntnis genommen. Und auch diese Bauern, die heute noch die dicksten Kartoffeln ernten, werden die Konsequenzen daraus zu spüren bekommen. Der Rechtsbruch, den dieser Mensch begangen hat, ist eine gezielte Provokation nach dem Motto: "Mal sehen, was auch noch geht, es ist ja bisher gut gegangen". Das darf nicht ungeahndet bleiben, denn das wäre ein fatales Signal an andere Bauern im Landkreis, die gern ihre Ackerränder "schier" machen (würden).

Und überhaupt: Wo bleibt da die Gerechtigkeit? Jeder, der Müll neben den Glascontainer stellt, wird (zu Recht!) dafür bestraft. Und solch einschneidender und zerstörender Eingriff in den Naturhaushalt und fremdes Eigentum wird bedauernd hingenommen? Geht gar nicht, das muss deutliche Konsequenzen haben. Skandalös ist es übrigens auch, dass der Gemeinderat es nicht geschafft hat, über alle politischen Unterschiede hinweg ein deutliches Stoppzeichen zu setzen.

Herbert Schaper-Biemann, Lenzen

^ Seitenanfang