Online: 02.03.2018 - ePaper: 03.03.2018

Projekt Zukunft

Betrifft: "Startschuss in der Dorfstraße" (EJZ vom 20. Februar)

Am 12. Oktober 2017 erschien in der Wochenzeitung "Die Zeit" ein Artikel von Benjamin Piel, dem Chefredakteur der EJZ. "Wir überleben nur, wenn wir besser werden", ein Aufruf für besseren Journalismus im Land. In diesem Artikel erwähnt er den ehemaligen Chefredakteur der EJZ, Kurt Schmidt, dem es vor 40 Jahren gelungen war, während der Proteste gegen Gorleben aus der EJZ eine "tapfere kleine Zeitung" zu machen. "Er legte den Grundstein für eine Zeitung, die offen ist für den Diskurs, Austausch und die Vielfalt von Meinungen"

Wie schade, dass das wohl nicht für die Berichterstattung über das Projekt Hitzacker Dorf zutrifft. Wird "tapfer" über ein visionäres Dorf berichtet, werden die Aussagen der Genossenschaftsmitglieder weitergegeben - in all ihrer Vielfalt? Leider nein. Es wird Stimmung dagegen gemacht, denn wie sonst soll man verstehen, dass mit der Pressemeldung von Thomas Hagelstein so umgegangen wurde? Der Inhalt wird der Öffentlichkeit nicht zugänglich gemacht - dafür wird - wieder einmal - auf den massiven Widerstand gegen das Projekt aus der Bevölkerung hingewiesen und dass 100 Migranten unter den 300 Einwohnern sein sollen. Welcher Eindruck soll bei den Leserinnen und Lesern eigentlich geweckt werden?

Mein Mann und ich wohnen zurzeit noch in Ostfriesland. Wir werden, sobald Haus 5 fertig ist, ins Dorf ziehen und unsere vielfältigen ehrenamtlichen Tätigkeiten nach Hitzacker verlagern - für uns bedeutet dieses Projekt Zukunft.

Christel Wirringa, Leezdorf

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