Online: 01.06.2018 - ePaper: 02.06.2018

Prognose der SG-Verwaltung

Betrifft: Zahlenspiele mit den Schulbezirken

Der Lüchower Samtgemeinde-Rat hat im vergangenen Jahr mit großer Mehrheit und über Fraktionsgrenzen hinweg beschlossen, die Grundschule in Küsten zu erhalten. Dass diese Entscheidung Investitionen auslösen wird, war jedem Ratsmitglied klar. Ein passender Schulbezirk mit ausreichenden Schülerzahlen für eine einzügige Grundschule ist laut Schulgesetz die Aufgabe des Schulträgers. Wer sich noch an die Schulstrukturdebatte der vergangenen Jahre erinnert, weiß, dass den Eltern der Standorte Küsten und Plate zugesichert wurde, eine kleine Schule zu erhalten, wenn sich alle Beteiligten auf einen Standort einigen. Anders als im Raum Bergen/Schnega haben sich hier die Akteure auf Küsten als Standort geeinigt. Die Überlegungen zur Veränderung des Einzugsbereiches der Gemeinde Waddeweitz sind ausschließlich darauf zurückzuführen, dass zum damaligen Zeitpunkt die Schülerzahlprognosen für die Grundschule Clenze eine deutliche Überlastung darstellten. Das waren die Zahlen der Samtgemeinde-Verwaltung. In derartigen Situationen muss ein Schulträger reagieren. Wenn die Situation heute aufgrund von Umzügen und anderen Faktoren so ist, dass Clenze hinreichend Platz bietet, muss auch darauf reagiert werden. Daraus aber ableiten zu wollen, dass der Standort Küsten geschlossen werden kann, ist nicht in Ordnung. Selbst wenn die Verwaltung die Schließung von Küsten gerne hätte. Es ist den Eltern politisch eine eindeutige Zusage zum Erhalt der Küstener Grundschule gemacht worden. Es gibt die erforderlichen Schülerzahlen sowie einen gültigen Ratsbeschluss. Zudem wird die Grundschule Lüchow keine hundert Schüler ohne weitere Investitionen aufnehmen können. Forderungen der CDU Clenze, aus finanziellen Überlegungen auf die Schule in Küsten zu verzichten, halte ich für unlauter. Während der Planungen der neuen Grundschule in Clenze gab es diese Sparwünsche nicht. Grotesk ist geradezu der Gedanke, eine kleine Schule in der SG Lüchow gegen den Elternwillen zu schließen, um eine kleine Schule in der benachbarten Samtgemeinde zu erhalten. Michael Schemionek, Schmarsau

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