Online: 01.06.2018 - ePaper: 02.06.2018

Journalismus oder Propaganda?

Betrifft: Kommentar "Hm!" von Jens Feuerriegel (EJZ vom 26. Mai)

Ausgelöst durch den Kommentar des Herrn Feuerriegel hatte ich ein Diskussion mit einem Freund, was denn noch Journalismus und was denn schon Propaganda sei. Mein Freund sagte: "Die Bundeszentrale für politische Bildung definiert Propaganda als den Versuch der gezielten Beeinflussung des Denkens, Handelns und Fühlens von Menschen, um damit ein bestimmtes Interesse zu verfolgen. Und wie der Feuerriegel Assoziationsketten strickt, die die ‚KLP-Macher' (wer ist das überhaupt?) mit dem Klu-Klux-Klan und der RAF in verbale Verbindung bringt, ohne auch nur den geringsten Beleg für tatsächliche Zusammenhänge zu liefern, hat doch eindeutig propagandistische Züge." - "Aber der Artikel ist doch eigentlich als Meinung erkennbar gemacht", entgegnete ich, "das darf man doch nicht gleich als Propaganda wie bei Goebbels sehen." "Aus meiner Sicht", so mein Freund, "hat die Art, wie er die ‚KLP-Macher' in eine Schuldigen-Rolle zu bringen versucht, nur weil sie sich zu Dingen nicht äußern, für die sie nicht verantwortlich sind, schon was vom alten Propagandastil, oder?" "Hm!". Andreas Süskow, Schnega

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