Online: 01.06.2018 - ePaper: 02.06.2018

Nur das "Plenum" der KLP kann sprechen

Betrifft: Kommentar "Hm!" von Jens Feuerriegel (EJZ vom 26. Mai)

Warum nehmen die "KLP-Macher" zu Straftaten im Wendland in der KLP-Zeit keine Stellung, fragt der Blatt-Macher Jens Feuerriegel in einem Kommentar. Ein Kommentar gibt Meinung wieder. Aber wäre es ist nicht gut, wenn der Kommentator jene Umstände kennen oder ermitteln würde, die der Gegenstand seiner Meinungsäußerung sind? Im Fall KLP: Die "KLP-Macher" können nicht Stellung beziehen. Es gibt in der KLP niemanden, der autorisiert ist, zu politischen Geschehnissen Stellung zu nehmen. Es gibt niemanden, weder Macher noch Macherin, der/die befugt ist, "die KLP" in der Öffentlichkeit zu vertreten oder gar Urteile zu fällen. Die KLP ist der Oberbegriff einer basisdemokratischen Organisation, dessen Entscheidungsgremium das "Plenum", also die Versammlung, der "Macher" der einzelnen selbstverantwortlichen KLP-Punkte ist. Es gibt keinen Vorstand oder Aufsichtsrat, keinen Pressesprecher oder Chef, der berechtigt wäre, für alle 123 Punkte zu sprechen. Das kann nach einer entsprechenden Diskussion nur das Plenum.

Oder man fragt einen oder alle 123 KLP-Punkte nach ihrer persönlichen Meinung. Hm. Das befriedigt die Bedürfnisse der Tagespresse nicht. Die KLP ist übrigens bereits seit 29 Jahren so. Statt Stellung zu beziehen, fragt der Chefredakteur ja nur. Wen fragt er denn? Mal sich, mal andere, mal wirklich oder rhetorisch? Hm!

Will der Redakteur indirekt unterstellen, "die KLP" ist für Brandstiftung oder politische Demonstrationen vor Privathäusern? Könnte das sein? Hm? Aber er sagt es ja nicht. Er fragt ja nur. Warum? Das fragt sich einer, der seit 30 Jahren Mit-Macher der wunde.r.punkte und der KLP ist. Eine Meinung zu den angesprochenen Vorgängen habe ich übrigens auch. Aber das ist eine andere Geschichte und hat nichts mit "der KLP" zu tun. Helmut Koch, Karmitz

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