Online: 13.07.2018 - ePaper: 14.07.2018

Es gibt viel zu lernen

Betrifft: Leserbrief "Gibt es Auswege aus der Wachstumsgesellschaft?" von Hermann Klepper (EJZ vom 23. Juni)

Natürlich gibt es viele Wege aus der Wachstums- und Wegwerfgesellschaft. Jeder hat unzählige Möglichkeiten, seinen Teil dazu beizutragen, genau wie er jetzt dazu beiträgt, dass die Umwelt in großen Maß zerstört wird. Da kann man sich nicht herausreden. Das Handeln selbst zeigt, auf welcher Seite ein Mensch steht. Hören wir denn die Alarmglocken nicht?

Reichlich Informationen dazu finden sich im Internet, in zahlreichen Dokumentationen im Fernsehen und in unserer Elbe-Jeetzel-Zeitung, wie letztens ein Artikel von Rouven Groß über das Bienensterben zeigte. Ziehen wir endlich die Konsequenzen in unserer eigenen Lebensführung oder gehen wir von "es wird schon gutgehen" direkt zu "jetzt ist es sowieso zu spät" oder gar zu "ich alleine kann ja doch nichts ändern"? Die Erkenntnis muss doch endlich durchsickern, dass man die Lösung nicht Politik und Wissenschaft überlassen kann. Die Wissenschaft empfiehlt z.B. das Klima durch noch mehr Umweltverschmutzung zu "schützen". Hab ich in einem Schulbuch gelesen. Und die Politk wird, wenn überhaupt, Wachstumsreduktion erst dann fördern, wenn die Menschen bereit sind.

Wer ernsthaft daran interessiert ist, dass auch nachfolgende Generationen noch Freude an der Erde haben sollen, muss jetzt umdenken. Je früher desto besser, denn es gibt viel zu lernen in dieser Hinsicht.

Die Veranstaltung im Verdo 29. Juni 2018 zu diesem Thema war richtig gut besucht, der Saal war fast voll, und das gibt Hoffnung. Wer das Thema vertiefen möchte, kann mit Videos von Niko Paech im Internet anfangen. Seine Ideen sind für Neulinge etwas drastisch, aber wer sie erprobt hat, merkt, dass man Boden unten den Füßen gewinnt und wieder klarer denken kann.

Petra Jeleniewki,

Gorleben

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