Online: 24.08.2018 - ePaper: 25.08.2018

Fake News nach Trump-Manier

Betrifft: Hitzacker-Dorf und die Lärmproblematik

"Hitzacker Dorf - Fakten zur Lärmproblematik": Mit dieser Überschrift veröffentlichte die Genossenschaft Hitzacker Dorf am 31. Juli 2018 einen Artikel auf ihrer Homepage. Hierzu und zum Artikel von H. Hagelstein vom 30. April muss Folgendes richtiggestellt werden:

Herr Hagelstein schreibt, dass zwei von den drei am Räsenberg tätigen Firmen jede für sich die Lärmgrenzen überschreiten und von Amts wegen geschlossen werden müssten. Das ist falsch. Herr Hagelstein kennt die tatsächliche Situation und verbreitet dennoch diese Fake News nach Trump-Manier.

Der Vorstand der Genossen schreibt: Das Nebeneinander von Wohnen und Arbeit erfordert gegenseitige Toleranz und so weiter. Warum handeln sie dann nicht so? Der Vorstand schreibt: Zum Schutz vor dem Lärm des Gewerbes sei ein Lärmschutzwall geplant. Die Genehmigung soll zurückgezogen worden sein. Er schreibt: Ceratizit reagierte auf das Angebot der Stadt zur Kostenübernahme für den Umbau der Lüftung nicht. Das ist falsch. Er schreibt: dass plus 3dB als Verdopplung der Lautstärke empfunden werden. Richtig gemäß Umweltbundesamt ist, dass ab 40dB zusätzliche 10dB den Lautheitseindruck in etwa verdoppeln. Er schreibt: Das Verhalten von Ceratizit in Bezug auf Lärmreduzierung sei rücksichtslos. Weiter, dass man Ceratizit Kostenbeteiligung mit dem Ziel angeboten habe, die Emissionen möglichst noch weiter zu senken, und dass Ceratizit seinen destruktiven Kurs aufgeben sollte. Es wird nicht geschrieben, dass die Genossenschaft forderte, die Emissionen auf maximal 35 dB zu reduzieren, was für Ceratizit unmöglich ist, da ohne Ceratizit bereits 38 dB vorhanden sind. Auch sollte Ceratizit die Widersprüche aufgeben, was wiederum die Wahrnehmung von rechtlichen Interessen ausgeschlossen hätte. So etwas kann keine Firma annehmen.

Der Vorstand schreibt: Ceratizit hat sich zum Vorschlag sechs Monate nicht geäußert. Das ist falsch, Ceratizit antwortete umgehend und sah sich aufgrund der destruktiven und provokanten Forderung gezwungen, mit Bedauern abzulehnen. Aus diesem Grund hat die Stadt Hitz-acker angeboten, die volle Höhe des Betrages zu übernehmen. Der Vorstand schreibt: Solange die Anlage von Ceratizit nachts das Lärmkontingent voll ausschöpft, können keine weiteren Betriebe hinzukommen, die nach 22 Uhr Lärm machen. Das ist falsch. Kleinere, hinzukommende Lärmpegel addieren sich nicht auf den bestehenden hohen Lärmpegel und sind somit un-kritisch.

Entgegen der Aussage, das Verhalten von Ceratizit sei rücksichtslos, muss gesagt werden, dass genau das Gegenteil richtig ist. Das Verhalten der Genossenschaft ist rücksichtslos. Unannehmbare Forderungen aufzustellen und sich hinterher beklagen - das ist Heuchelei. Ausdrücklich ist Ceratizit zu loben, hat Ceratizit doch auf die vollumfängliche Förderung durch die Stadt nach dem heuchlerischem Angebot der Genossen verzichtet, um den Bürgern die bereits diskutierte Erhöhung der Grundsteuer zu ersparen. Die Absaugung hat Ceratizit auf eigene Kosten umgebaut, die Genossen haben das noch nicht einmal gemerkt.

Ralf Prahler, Geschäftsführer WZT Wendland- Zerspanungs-Technik, Karwitz

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