Online: 14.09.2018 - ePaper: 15.09.2018

Zuhause anstatt im Pflegeheim

Betrifft: Dank an Pflegekräfte

Es ist noch gar nicht so lange her, da schrieb ich in einem Leserbrief: "Querschuh trifft Querkopf." Gemeint waren der Schuh meiner Pflegerin vom Pflegedienst Behrens und ich. Schon damals wollte ich auf diese Weise meinen Dank ausdrücken. Ohne die Hilfe dieser Frauen lebte ich längst in einem Pflegeheim fern von allem, was mir in meinen 90 Lebensjahren lieb und teuer geworden ist: Bücher, Bilder, "Compi", Möbel, Gegenstände, Garten und Blumen. Ich bin zuhause.

Ich bewundere sie alle für ihre Freundlichkeit, für ihre Zuwendungsbereitschaft, für ihre Fähigkeit, sich auf unterschiedliche Bedürfnisse und Wesensarten ihrer Patienten einzustellen. Wenn man alt und an den Rollstuhl gebunden ist, hat man nur noch wenige Gesprächspartner, man ist allein. Meine Pflegerinnen sorgen sich nicht nur um mein körperliches Wohlbefinden, sie "schwatzen" auch mit mir. Den Medien entnehme ich, wie spärlich die Besoldung dieser Frauen bemessen ist und dass es kaum Nachwuchs gibt. Ich bitte also "die Politik", Abhilfe zu schaffen.

Nachbemerkung: Viele meiner Betreuerinnen haben ein "a" am Namensende. Sie alle grüße ich persönlich. Außerdem: Melanie, Josi, Katrin, Maike, Pan, Stefanie und Sofie. Wen habe ich vergessen?

Ich grüße euch alle und sage danke. Gisela Crémer, Laase

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