Online: 14.09.2018 - ePaper: 15.09.2018

Trump-Vergleich bestätigt

Betrifft: Leserbrief "Trump-Vergleich unangemessen" von Uwe Heitgres (EJZ vom 1.September)

Herr Heitgres schreibt in seinem Leserbrief, dass die von mir für meinen Beitrag gewählte Überschrift "Fake News nach Trump-Manier" eine "unerträgliche Verharmlosung Trumps" wäre. Warum das so sein soll, schreibt er nicht. Der Inhalt seines Leserbriefs bestätigt den Vergleich und zeigt, dass auch er, scheinbar bekennender Befürworter des Dorfes, bezüglich Fake-News nicht besser ist. Er nimmt an keiner Stelle Bezug auf die gemachten Fakten. Kann er offensichtlich auch nicht, weil er sonst Fakes produzieren müsste. Nach meinem Empfinden stellt Heitges weitere, unhaltbare Thesen auf, um Stimmung zu machen. Hier scheut er sich auch nicht, weitere Gerüchte zu streuen.

Meines Wissens nach wurde nie einseitig nach Lösungen gesucht, um das Lärmproblem zu lösen. Das wurde allerdings - ohne eine Beteiligung der Genossen oder der Öffentlichkeit - vom Gewerbe gemäß den gesetzlichen Vorschriften gelöst.

Heitgres schreibt, dass ich bekennender Gegner des Dorfes sei. Hierzu ist zu sagen, dass ich die Interessen eines Gewerbebetriebes zu wahren habe und dazu gehört, zukünftigen Schaden abzuwehren. Deshalb ist eine heranrückende Bebauung - wenn möglich - zu verhindern. Hätten die Genossen Rücksicht auf das bestehende Gewerbe genommen und einen größeren Abstand zum Gewerbe gewählt, wäre mir das alles egal. Der Leserbriefschreiber gibt vor, dass die Genossenschaft in guter Nachbarschaft mit allen bauen wolle. Doch wer fragt die Nachbarn im Wohngebiet, die von den Genossen mehrere Parkplätze mit bis zu knapp 50 Stellplätzen vor die Haustüren geplant bekommen, damit das Dorfprojekt autofrei sein kann. Auch wird eine unnötige Baustelleneinfahrt vor den Haustüren der Nachbarn durchgesetzt, obwohl nach dem B-Plan die Einfahrt auf die andere Grundstücksseite gehört und dort niemanden stören würde.

Uwe Heitgres formulierte Prognose für das Jahr 2068 kann ich nicht kommentieren. Ich werde das nicht mehr erleben. Die heutigen Dorfplaner und Bauherren auch nicht. Und ob es dann "Am Räsenberg" in Hitzacker noch Gewerbe in der Art von heute geben wird, dürfte bei einer positiven Dorfentwicklung fraglich sein.

Mit dem Steuergeldargument wäre ich auch vorsichtig, weil Freiberufler und Künstler keine Gewerbesteuern bezahlen. Ihre vertrauenswürdige Quelle würde ich dringend überprüfen lassen, weil diese auf dem gleichen Niveau zu stehen scheint, wie die Quellen von Herrn Trump ­- pure Fake-News.

Und ich habe es nicht nötig, des Nachts auf fremden Grundstücken rumzulaufen. Dem mündigen Bürger stehen bei aufmerksamer Lektüre der Publikationen aus den Reihen der Dorf-Genossenschaft derart viele Informationen zur Verfügung, dass sich eine negative Grundeinstellung gegenüber dem Dorf zwangsläufig ergeben muss. Oder wie ist es zu verstehen, bei der jetzt für das Dorf geplanten B-Planänderung, die vorgesehene Verschiebung des Wohngebietes in Richtung Gewerbegebiet und die nun auf 16 Meter Breite geplante öffentliche Straße im Wohngebiet - etwa als Deeskalation?

Ralf Prahler, Karwitz

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