Online: 13.05.2011

Betrifft: Artikel »Die Tiere werden sich wohlfühlen» (EJZ vom 29. April) Da hält sie Einzug, die schöne neue Welt in unseren Landkreis. Die Milchpreise stimmen endlich wieder, und es kann endlich in zukunftweisende Technologien wie Melkroboter und paradiesische Großställe investiert werden zum Wohle der Tiere und des Landwirtes.

Kühe ohne Lebensfreude

Die Kühe können sich melken lassen, wann sie möchten, haben Licht und Luft und werden nicht angebunden. Dadurch werden sie das Leben auf der Wiese nicht vermissen?

Was im ersten Moment nach Fortschritt aussieht, ist auf den zweiten Blick Massentierhaltung in Reinkultur. Der Stall ist 35 mal 90 Meter groß, also 3150 Quadratmeter. Bei einer Besatzdichte von 320 Stück Vieh ergibt sich eine Fläche von 9,84 Quadratmeter pro Tier. Dabei sind Betriebsräume, Futtertische und Melkstand noch nicht berücksichtigt. Das bedeutet, dass eine Kuh effektiv eine Fläche von weniger als 3 mal 3 Meter zur Verfügung hat. Da ist nichts mit mal rennen und Lebensfreude zeigen, was man bei Kühen auf der Weide sehen kann, das ist das gleiche wie »moderne» Schweinemast oder Geflügelmast. Schade, dass das die Zukunft ist.

Hannes Dörr, Gülden

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