Online: 02.07.2011

Betrifft: Straße bei Billerbeck gesperrt (EJZ vom 22. Juni) Nach der Besetzung des Bauplatzes der geplanten Hähnchenmastanlage in Schnega stattete der Bürgermeister seine »Hilfs-Sheriffs» mit Verkehrsschildern aus und ließ hiermit eine öffentliche Straße beidseitig, unter anderem mit Strohballen, sperren. Nach mehreren Anfragen an die Polizei in Clenze und das Ordnungsamt in Lüchow, warum die Straße gesperrt sei, wurde immer auf Bürgermeister von Gottberg verwiesen, der angeblich die Straße wegen Bauarbeiten gesperrt habe.

Straße dicht wegen noch nicht begonnener Bauarbeiten

Diese Bauarbeiten wurden bis heute nicht angefangen oder ausgeführt.

Dass die Durchgangsstraße beidseitig voll gesperrt ist, hat weder den Betreiber noch die Angestellten der Biogasanlage, sowie einige Bauern nicht davon abgehalten, die von ihnen selber eingerichtete Einbahnstraße, verbotenerweise von der falschen Seite zu befahren. Dass es sich hierbei um eine Missachtung der Straßenverkehrsordnung handelt, konnte mir die Polizeidienststelle Clenze nicht bestätigen, schließlich müssten die Leute ja zur Arbeit kommen. Eine Strafanzeige gegen einige Falschfahrer, die dabei fotografiert wurden, als sie eine verbotene Einfahrt benutzten, wurde abgelehnt. Außerdem seien die Fotos, die ich morgens, als die Polizeidienststelle nicht besetzt war, in den Briefkasten geworfen hatte, nicht angekommen (Einbruch, Diebstahl?).

Weiterhin habe ich - wie viele andere Bürger - zuvor das Ordnungsamt in Lüchow darauf hingewiesen, dass es sich bei der Barrikade um eine unbegründete und zudem gefährliche Sperrung handelt, da diese zum Beispiel nachts nicht beleuchtet wurde. Aus Zeitmangel und wegen des bevorstehenden Schützenfestes in Lüchow könnte man diesen Vorwürfen erst später nachgehen.

Fazit: Die Menschen aus dem Wendland sind von der Politik und den Behörden enttäuscht. Zuerst setzt man sie der Strahlenbelastung aus, dann vertreibt man mit nachweislich unnötiger Tierquälerei und Gestank noch die letzten Urlauber. Und zum Schluss kann man nicht einmal mehr »fliehen», weil niemand mehr das Haus kauft, für das man sein Leben lang hart gearbeitet hat. Wer kommt wohl für die entstandenen Wertminderungen und Verluste auf?

Hätte man schon vor 30 Jahren auf die Bürger gehört, müssten wir heute nicht über einen teuren Atomausstieg verhandeln. Genau so und schlimmer wird es mit der Massentierhaltung kommen, wenn dann nicht längst alles zu spät ist. Wenn diese Katastrophe kommt, wird »EHEC» vergleichsweise nur noch als »Schnupfen» angesehen. Menschen, die eine Massentierhaltung befürworten, sollten im Internet nur einmal das Schlagwort »Wiesenhof-Skandal» oder »Heidemark-Skandal» eingeben, welche die Tierschutz-organisation PETA aufgedeckt hat. Diese Zustände werden in Kürze dannauch das Wendland erreichen. Wer dazu steht, hat wohl nichts begriffen.

Norbert Rehner,

Groß Malchau

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