Online: 02.07.2011

Betrifft: Artikel »Weitere Eskalation vermeiden» (EJZ vom 30. Juni) Die Bäuerliche Notgemeinschaft mit dem Chefideologen Marunde mahnt zu besonnenem Verhalten im Zusammenhang mit den Protesten gegen Mastanlagen. (Die pathetische Wortschöpfung »Bäuerliche Notgemeinschaft» hat für mich sowieso einen unfreiwillig komischen Beiklang.

Verständnis fehl am Platze

) Im Kampf gegen die drohende atomare Katastrophe hierzulande fährt man einen harten Kurs. Der Blick auf die etablierte organisierte Tierquälerei sollte ähnlich kompromisslos sein. Jeder, der mit Tieren Geschäfte macht, muss auf den ethischen Prüfstand! Es geht nicht um Bauern, sondern um Tierproduzenten, die von Fleischeinheiten, Bartkörpern und so weiter reden. Das kuschelige Wort »Bauer» lässt eher an den Landmann denken, der verstohlen eine Träne verdrückt hat, wenn früher das Vieh vom Schlachter abgeholt wurde.

Würde man die in der Atomindustrie Beschäftigten bedauern, die ja im Falle des Ausstiegs ihren Arbeitsplatz verlören, würde man zu Recht ausgelacht werden. Verständnis für Tierproduzenten, die nun mal leider mit Tierquälerei ihr Geld verdienen müssen, ist fehl am Platze.

Christian Blume, Gohlefanz

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