Online: 13.07.2011

Zum Leserbrief »Straße dicht wegen nicht begonnener Bauarbeiten» von Norbert Rehner (EJZ, 2. Juli) EJZ-Leser Rehner aus dem Kreis Uelzen echauffiert sich mit großem Feldgeschrei über einen gesperrten Wirtschaftsweg in der Gemeinde Schnega. Dabei argumentiert er teilweise wahrheitswidrig oder irreführend.

Für den örtlichen Verkehr ohne Bedeutung

Wahrheitswidrig ist seine Behauptung, dass die Bauarbeiten am geplanten Maststall noch nicht begonnen haben. Jeder Interessierte möge sich vor Ort überzeugen: Die Grundfläche des Stalles ist mit angefahrenem Sand angefüllt. Weiterer Sand für die Bauphase wurde angefahren, und die Baustelle ist eingezäunt. Dazu war drei bis vier Tage Schwerlastverkehr erforderlich. Während dieser Zeit kam es zu einer Bauplatzbesetzung (eher symbolisch), und zahlreiche Neugierige kamen zum Gucken zum Ort des Geschehens. Dabei wäre beinahe ein Mensch zu Schaden gekommen.

Man mag sich die Reaktionen nicht ausdenken, wenn bei dieser hochemotionalen Situation ein Mensch zu Schaden oder gar zu Tode kommt. Deswegen meine Entscheidung, den Weg für die Zeit des Bauens zu sperren. Der Weg hat für den örtlichen Verkehr keine Bedeutung. Er dient ausschließlich zur verkehrlichen Erschließung der anliegenden landwirtschaftlichen Flächen. Der östliche Teil der Wegeparzelle, der nicht gesperrt ist, dient der Erschließung der anliegenden Biogasanlage. Die dort errichtete Wegesperrung ist sehr wohl nachts beleuchtet. Allerdings hat jemand diese Beleuchtung gewaltsam abgerissen und in ein anliegendes Rapsfeld hineingeworfen. Dort fand ich sie am 4. Juli gegen 23 Uhr. Die Laterne fiel auf, weil sie leuchtete.

Leider hat sich die EJZ in dem Artikel bezüglich der Wegsperrung einer Desinformation schuldig gemacht. Sie schrieb, dass jetzt Bürger aufgrund der Sperrung einen Umweg machen müssten. Das ist falsch. Parallel zu dem jetzt gesperrten Weg verläuft auf der südlichen Bahnseite eine gut ausgebaute Kreisstraße. Auf dieser Kreisstraße kann man schneller und sicherer zum Bahnhof-Schnega kommen, und ein Umweg ist das keinesfalls.

Wilhelm von Gottberg, Schnega

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