Online: 15.07.2011

Betrifft: Bauerntag in Krummasel (EJZ vom 20. Juni) Infoschreiben des Maschinenrings Lüchow 04/11 mit einem Rückblick zum Bauerntag in Krummasel: »Abgerundet wurde der Tag mit einem Vortrag zur ,Grünen Gentechnik» von Frau Dr. Döring vom Raiffeisenverband.

Ein klares »Nein» ist notwendig

» Und weiter: »Wir bedanken uns an dieser Stelle bei den ,Werbepartnern» und allen Beteiligten, die zum Erfolg dieser Veranstaltung auf dem Lande beigetragen haben.»

Ein »abgerundeter» Abschluss, man könnte meinen, ein netter Abschluss, vielleicht mit einem guten Essen, mit einem Eis mit Sahne? Nein, es ging um einen Werbevortrag für »Grüne Gentechnik» durch eine Vertreterin des Raiffeisenverbandes.

Die Formulierungen in dem Infoblatt sind erschreckend, denn sie zeigen, wie gänzlich unbedarft, wie unendlich weit entfernt, wie wenig bewusst dem Maschinenring die Brisanz und die ungeheuerliche Dimension der »Grünen Gentechnik», ihre Risiken für die Gesundheit des Menschen und ihre katastrophalen Auswirkungen auf ganze Ökosysteme weltweit ist, die nie wieder gut zu machen sind.

Vor diesem Hintergrund erwarte ich von den Veranstaltern, dem Maschinenring, der Landberatung und dem Bauernverband Nordostniedersachsen, sowie vom Raiffeisenverband nicht etwa nur eine Pressemitteilung, in der kundgetan wird, dass sie die »Grüne Gentechnik» nicht propagieren wollen, wie es die regionalen Raiffeisengenossenschaften getan haben. Ich erwarte von ihnen ein klares »Nein» zu dem Einsatz genmanipulierter Organismen in der Landwirtschaft, wenn sie wirklich Verantwortung für unsere Lebensgrundlagen übernehmen wollen. Doch das ist vermutlich eine Illusion, denn wer eine Werbeveranstaltung pro »Grüne Gentechnik» initiiert und mitträgt, zeigt, welcher Geist zu dieser Einladung von Frau Döring geführt hat. Wieder einmal ist es das Geld.

Wie bei der industriellen Massentierhaltung ist es auch bei der »Grünen Gentechnik» die Agrarindustrie, die das große Geld machen will. Hierzu finden und benutzen sie Landwirte, die meinen, einen Vorteil haben zu können. Das alles auf Kosten der Allgemeinheit. Die nicht zu verantwortenden Auswirkungen auf Mensch und Natur werden nicht gesehen, werden verdrängt oder werden skrupellos missachtet.

Hermann Klepper, Banzau

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