Online: 19.07.2011

Betrifft: Hähnchenmastanlagen Als Neu-Bürger des Wendlandes muss ich mit Bedauern feststellen, dass sich die Landwirte in der Region dem Trend für Massentierhaltung anschließen. 1. Ich habe meine Zweifel, ob die großen Konzerne die Landwirte an den Gewinnen entsprechend teilhaben lassen.

Unkluges Vorgehen

Ein Markt für preiswertes Geflügel ist da. Der stetig wachsende Anteil der Bevölkerung, die in Armut leben muss, wird schon dafür sorgen, dass sich die Kühltruhen bei den Discountern schnell leeren.

2. In Afrika und Teilen Asiens habe ich feststellen müssen, dass Chicken Wings eine Delikatesse für große Teile der Bevölkerung sind. Also auch dort wäre für regen Absatz gesorgt. Dass dabei die dortige Landwirtschaft auf der Strecke bleibt, interessiert keinen hierzulande.

3. Und last but not least: In der Vergangenheit hat die Anti-Atom-Bewegung des Wendlands rege Unterstützung aus allen Teilen der Republik bekommen. Das rabiate Vorgehen der Landwirte in Teplingen würde ich als unklug bezeichnen. Dies könnte potenzielle Anti-Atom-Gegner davon abhalten, beim nächsten Castor-Transport dabei zu sein. Ich jedenfalls habe meine Anti-Atom-Flagge in die unterste Schublade verbannt.

Peter Perdelwitz, Hitzacker

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