Online: 30.07.2011

Betrifft: Artikel »Wütend auf den ,Aufhetzer»» (EJZ vom 23. Juli) Bauern scheuen keinesfalls eine sachliche Auseinandersetzung. Die Teilnahme hiesiger Landwirte an der Kundgebung am 22.

Baugenehmigungen akzeptieren

Juli in Lüchow war spontan und nicht langfristig geplant. Dass sich kein Landwirt auf dem Podium vorführen lassen wollte, ist aus meiner Sicht leicht nachvollziehbar. Im Anschluss an die Redebeiträge der Initiatoren kam es, anders als im EJZ-Bericht geschildert, zu Diskussionen zwischen den Anwesenden.

Die Besetzungen der Baustellen in Schnega und Teplingen und die damit verbundenen Sachbeschädigungen, die aus unserer Sicht sehr einseitige Berichterstattung der Medien und nicht zuletzt die hohe Bereitschaft, physische und psychische Gewalt auf unsere Berufskollegen auszuüben, führten zu einer Stimmung unter den ansässigen Landwirten, die von Sorge um die Zukunft der Landwirtschaft in Lüchow-Dannenberg geprägt ist. Wir fragen uns, welchen Landwirt oder welchen Betriebszweig die Anfeindungen wohl als nächstes treffen werden, und sind nicht mehr gewillt, alle Provokationen still hinzunehmen.

Über die Brände in Stallanlagen im Kreis Salzgitter und Harburg war ich sehr erschrocken, denn falls es sich wirklich um Brandstiftung handeln sollte, hat das nichts mehr mit friedlichem Protest und der legitimen Äußerung der eigenen Meinung zu tun.

Ich bitte nun alle beteiligen Bürgerinitiativen, rechtlich einwandfreie Baugenehmigungen zu akzeptieren und jede Art von Rechtsbrüchen zu unterbinden.

Volker Voß,

Weitsche

^ Seitenanfang