Online: 01.08.2011

Betrifft: Artikel »Wütend auf den ,Aufhetzer»» (EJZ vom 23. Juli) Laut Wikipedia ist der Begriff »konventionelle Landwirtschaft» negativ besetzt, da der Trend zur Spezialisierung stärker ausgeprägt ist als bei alter-nativ wirtschaftenden Landwirten; besonders in der Viehhaltung ist eine zunehmende Tendenz zur Erhöhung der Herdengrößen festzustellen. Wo hört konventionelle Landwirtschaft auf und fängt Massentierhaltung mit allen nega-tiven Folgen für Tiere, Verbraucher und Umwelt an? Was bringen verbale Attacken auf Vertreter der bäuerlichen Landwirtschaft oder andere Kritiker des jetzigen Systems? Wann haben die Krakeeler selbst zum letzten Mal eine Mistgabel in der Hand gehalten? Für eine Tierhaltung auf Spaltenböden in Gülle benötigt man keine Mistgabel mehr.

Sachlich miteinander reden

So kann und sollte es nicht weitergehen, auch wenn aus den verbalen Entgleisungen der konventionellen Landwirte eine berechtigte Sorge um ihre Existenz in der Zukunft herauszuhören ist. Das »Bündnis Bauernhöfe statt Agrarfabriken» versucht, die Folgen der industriellen Landwirtschaft aufzuzeigen und zu ändern. Dazu muss auch der Verbraucher durch eine Änderung seines Konsumverhaltens beitragen (weniger Fleisch, kostendeckende Preise für artgerecht erzeugte tierische Nahrungsmittel). Vor allem sollte man sachlich miteinander reden.

Vera Fauner, Stade

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