Online: 23.09.2011

Betrifft: Diskussion über Mastställe Vielleicht hat ja nicht jeder eine Vorstellung von dem Maß der Grausamkeit beim Mästen und Schlachten der Hühner und anderer Tiere. Das Buch »Das Schlachten beenden» gibt einen Einblick. Ich glaube, dass mehr Menschen protestieren würden, wenn sie eine Ahnung von dem Ausmaß hätten.

Verseuchte Flächen

Weil manche zum Rechnen keine Lust mehr haben, froh sind, dass Schluss ist mit dem Matheunterricht, habe ich denen die Arbeit abgenommen und mal ausgerechnet: 420 Mastställe im Umkreis von 100 Kilometern von Wietze bedeuten: etwa eine Fläche von 100 km x 100 km x 3,14, also ungefähr 100 km x 100 km x 3 = 30000 Quadratkilometer = 3000000 Hektar. Also auf einer Fläche von 3 Millionen Hektar sollen 420 Hühnermastställe gebaut werden - hier bei uns! Aber anderswo wäre das Verbrechen genauso groß!

Jeder Maststall verpestet im Umkreis von einem Kilometer das Gebiet unter anderem mit MRSA-Bakterien und weiteren gefährlichen Krankheitserregern. Die verseuchte Fläche wäre: pro Stall: etwa eine Fläche von 1 km x 3 = 3 Quadratkilometer; bei 420 Ställen: etwa eine Fläche von 420 x 3 km = 1260 Quadratkilometer = 126000 Hektar. Das bedeutet: Von den drei Millionen Hektar werden 126 000 Hektar verseucht. In diesem Gebiet liegen zum Beispiel folgende Orte: Nienburg (Weser), Achim bei Bremen, Buchholz/ Nordheide, Winsen (Luhe), Lüneburg, Hitzacker, Dannenberg, Arendsee, Salzwedel, Gardelegen, Braunschweig, Hildesheim, Wolfsburg, Hannover, Uelzen, Lüchow. In diesem Gebiet würden 126000 Hektar, das heißt 4,2 Prozent der drei Millionen Hektar großen Fläche, so verseucht, dass Obst, Gemüse, Getreide von dort nicht mehr gegessen werden dürften und Menschen dort nicht leben sollten. Vielleicht überlegen sich auch die Fleischesser mal, ob das zu verantworten ist, ob sie, wenn sie schon nicht aufhören, Fleisch zu essen, doch wenigstens nur Biofleisch essen.

Marieluise Schaper, Dangenstorf

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